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Bildungsurlaub

In den meisten Bundesländern ist bezahlte Freistellung von der Arbeit gesetzlich verankert. In Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen gibt es allerdings kein Gesetz hierzu und damit keinen gesetzlichen Anspruch. Je nach Bundesland stehen Arbeitnehmern drei bis fünf Tage Bildungsurlaub im Jahr zu. Der Antrag auf Bildungsurlaub muss mindestens sechs Wochen vor Beginn des Seminars beim Arbeitgeber eingehen. Die Dokumentarfilmschule bietet ab Januar 2011 in Zusammenarbeit mit der Melanchthonakademie Köln Bildungsurlaub an.

Die Bildungsurlaubsgesetze der Bundesländer und alles was sich um den Bildungsurlaub herum rankt, finden Sie unter: 

http://www.bildungsurlaub.de/

Bildungsscheck

Die Landesregierung NRW unterstützt mit dem „Bildungsscheck“ Erwerbstätige und Existenzgründer indem sie bis zu 50% der Kosten für eine Weiterbildung übernimmt: Mit dem sogenannten „Bildungsscheck“ können bis zur Hälfte der Kosten - maximal 500 €  - einer Weiterbildungsmaßnahme abgedeckt werden.

Teilnehmen können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten, die im laufenden und im vorangegangenen Jahr an keiner Weiterbildung teilgenommen haben. Zur Zielgruppe zählen auch mitarbeitende Familienangehörige, Teilzeitkräfte oder geringfügig Beschäftigte. Außerdem können Inhaber von Betrieben, die nicht länger als fünf Jahre am Markt tätig sind (Existenzgründer) einen Bildungsscheck für die eigene Weiterbildung bekommen.

Der Bildungsscheck kann sowohl von Beschäftigten als auch von Betrieben in Anspruch genommen werden. Von der Förderung ausgeschlossen sind Inhaber von Betrieben, die länger als fünf Jahre bestehen und Auszubildende. Eine ausführliche Beratung bei einer anerkannten Bildungsberatungsstelle ist Bestandteil der Weiterbildungsförderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. So informiert z.B. die Handwerkskammer zu Köln, die Volkshochschule oder das Amt für Weiterbildung Arbeitnehmer und Unternehmen. Im Anschluss an die Beratung wird der Bildungsscheck ausgestellt, der dann bei der entsprechenden Weiterbildungseinrichtung eingelöst werden kann. 

Die Dokumentarfilmschule ist berechtigt diese Bildungsgutscheine entgegen zu nehmen. Weitere Infos unter: www.bildungsscheck.nrw.de

Beratungsstellen in NRW: www.nordrheinwestfalendirekt.de/beratungsstellen/

Förderungsmöglichkeiten anderer Bundesländer

Brandenburg:  http://www.lasa-brandenburg.de/Weiterbildung-Qualifizierung.195.0.html

Rheinland Pfalz: www.qualischeck.rlp.de

Hessen: www.weiterbildunghessen.de + http://www.qualifizierungsschecks.de/beratungsstellen/liste-der-beratungsstellen/index.htm

Niedersachsen: http://iwin-niedersachsen.de/content/blogsection/8/55/

Sachsen: https://fs.egov.sachsen.de/formserv/findform?shortname=sab60868&areashortname=sab

Sachsen-Anhalt: http://www.foerderdatenbank.de/Foerder-DB/Navigation/Foerderrecherche/suche.html?get=6f30e7ddc4905846ffb429291a9bd4e7;views;document&doc=8111

Schleswig-Holstein: http://www.schleswig-holstein.de/MWV/DE/AusWeiterbildung/Weiterbildung/Kmu/kmu__node.html

Prämiengutscheine im Rahmen der Bildungsprämie 

Der Prämiengutschein ist ein Teil der Bildungsprämie des Bundes und kann in ausgewählten Beratungsstellen angefragt werden. Erwerbstätige (Arbeitnehmer und Selbständige) deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 25.600 € (oder bei gemeinsam Veranlagten: 51.200 €) nicht übersteigt, können einen Prämiengutschein in Höhe von maximal 500 € bekommen. Mindestens die gleiche Summe müssen sie selbst für die Weiterbildung aufbringen. 

Voraussetzung für einen Prämiengutschein ist ein persönliches Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle. Prämiengutscheine können nicht elektronisch oder telefonisch beantragt werden. Um einen Prämiengutschein zu bekommen, müssen zum Beratungsgespräch ein amtlicher Ausweis mit Foto (Reisepass, Führerschein, Personalausweis) und der letzte Einkommensteuerbescheid (mindestens aus dem Vor-Vorjahr) - ersatzweise kann eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NVB) oder eine Lohnbescheinigung des Arbeitgebers mit Selbstauskunft zum Einkommen vorgelegt werden. 

Auf dem Prämiengutschein wird das Weiterbildungsziel und ein geeigneter Weiterbildungsanbieter genannt, bei dem der entsprechende Kurs gebucht werden kann. Der Prämiengutschein muss innerhalb der Gültigkeitsfrist eingelöst und bei dem ausgewählten Weiterbildungsanbieter abgegeben werden. Pro Person ist ein Prämiengutschein pro Kalenderjahr erhältlich.

Weitere Infos unter: http://www.bildungspraemie.info/

Staatliche Förderung 

Eine sehr informative Übersicht zu den Möglichkeiten der staatlichen Förderung findet sich auf der Website: www.foerderdatenbank.de

Förderung durch den Arbeitgeber 

Qualifizierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mitarbeiter mit neuen Kenntnissen stärken die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens, verbessern die Arbeitsabläufe oder helfen Ressourcen einzusparen. Deshalb sind Arbeitgeber fast immer bereit, Qualifizierungskosten ihrer Mitarbeiter zu übernehmen, auch und gerade wenn die Weiterbildung in der Freizeit statt findet.

Steuerersparnis durch Weiterbildung 

Aufwendungen, die durch den Besuch von Seminaren und Lehrgängen entstehen, können bei Fortbildung in einem ausgeübten Beruf steuerlich voll als Werbungskosten abgesetzt werden, oder bei der Berufsausbildung und Weiterbildung in einem nicht ausgeübten Beruf als Sonderausgaben steuermindernd abgezogen werden. Als Aufwendungen gelten die Lehrgangskosten, die Lehrmittel und die Fahrtkosten. 
Dies gilt übrigens auch, wenn man in diesem Jahr im Erziehungsurlaub ist.